Gehäuse und Netzteil - Teurer ist meist besser PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lexus   
Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 23:36 Uhr

Sie bekommen spotbillige Gehäuse auf dem Markt - daran ist nicht zu zweifeln. Wie alles in der Welt hat aber auch ein ordentliches Gehäuse sei­nen Preis. Das beginnt bei der Optik: Je billiger ein Gehäuse ist, desto lang­weiliger sieht es normalerweise aus. Wenn Sie einen PC haben möchten, wie er in mancher Hinterhofwerkstatt billig zusammengebaut wird, dann sieht der so aus wie das billigste Gehäuse, das Sie bekommen können.

Billige Gehäuse haben aber nicht nur optische Nachteile. Gravierend, weil für den Selbstbau oder die spätere Aufrüstung wichtig, ist die Verarbei­tungsqualität. Metallteile sauber zu entgraden, scharfe Ecken umzubiegen oder Festplattenkäfige schraubenlos zu konstruieren, kostet Geld. Speziell bei der Verarbeitung merken Sie aber auch den Unterschied: Wenn Sie die ersten Hautfetzen im Gehäuse gelassen haben, weil sich niemand in Fern-

ost für die Größe Ihrer Hände interessiert, merken Sie, wo das Geld gut an­gelegt ist.

Gute Gehäuse haben viele kleine Erleichterungen beim Einbau zu bieten: Da werden Festplatten in Käfigen, die Sie zum leichteren Einbau der Plat­ten komplett herausnehmen können, montiert oder zusätzliche Lüfterein­baumöglichkeiten vorgesehen. Sparen Sie da nicht am falschen Ende.

Wer zum Aufrüsten ein neues Gehäuse benötigt, kann der gesamten Selbst­bauanleitung dieses Buchs folgen, denn dann geht es mit einer leeren „Kis­te" los. Ansonsten ist das Thema Gehäuse für Aufrüster nur in Sachen Case-Modding (Gehäuseumbau mit Licht, Plexischeiben etc.) interessant.

Wie groß das Gehäuse sein soll oder muss, hängt von Ihrem Platzbedarf ab. Wer garantiert keine weitere Festplatte einbauen möchte und sich mit ei­nem DVD-Brenner zufrieden gibt, kommt mit einem Mini-Gehäuse pro­blemlos zurecht. Wer dagegen lieber zwei oder mehr Platten einsetzen möchte, DVD-Laufwerk und -Brenner trennt, der braucht auch mehr Platz. Größere Gehäuse bieten durch das größere Luftvolumen thermische Vortei­le, benötigen aber auch stärkere Lüfter zum Absaugen der Warmluft.

Das Netzteil soll Ihren PC ein Computerleben lang kraftvoll, störungsfrei und möglichst leise mit Strom versorgen. Dazu braucht man ordentliche Bauteile, eine gute Materialqualität und leise Lüfter. Mit dem steigenden Strombedarf moderner PCs wurden auch die Netzteile immer stärker - und immer lauter. Inzwischen versuchen die guten Hersteller, kraftvolle Netz­teile mit Flüsterlüftern zu bauen - das ist teurer als ein Billignetzteil. Au­ßerdem benötigen gute Netzteile ausgesuchte Bauteile, die bei Spannungs­schwankungen oder bei einem PC mit mehreren Festplatten nicht in die Knie gehen. Vergleichen Sie die Angaben über die Betriebsgeräusche, dann wissen Sie, welches Netzteil lauter ist. Ob das leisere nicht evtl. eine ner­vende Frequenz hat, sagt Ihnen die Angabe natürlich nicht. Meist sind die guten Netzteile aber angenehm leise. Ein gutes Netzteil hat mindestens 350 Watt Leistung, denn wenn der PC eingeschaltet wird, saugen alle Kompo­nenten erstmal Strom.

Aufrüster können ein neues Netzteil benötigen, wenn die neuen Kompo­nenten mehr Strom benötigen, als das alte Netzteil hergibt (das sollten mindestens 350 Watt sein), oder wenn der PC durch ein neues Netzteil leiser werden soll. Haben Sie eine dröhnende Metallkiste unter dem Schreibtisch, kann ein neues Netzteil Wunder wirken. Evtl. benötigen Sie aber auch noch einen Dämm-Kit für das Gehäuse.

 

 
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