Der Prozessor bestimmt das Mainboard PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Lexus   
Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 23:14 Uhr

Mit der Auswahl des Prozessors schränken Sie die Auswahl eines Main­boards weiter ein: Für die beiden großen Prozessorhersteller gibt es ver­schiedene Mainboards mit unterschiedlichen Prozessorsockeln. Die Sockel sind auf die Prozessoren ausgelegt und untereinander nicht kompatibel. Hier sind anschließend die Art und Anzahl der Schnittstellen, Chipsatz-und Arbeitsspeichertechnologie sowie die Leistung entscheidend. Je höher die Taktfrequenz eines Prozessors ist, desto schneller kann er die Rechen­operationen abarbeiten.

Doch nicht nur allein die Takfrequenz ist entscheidend, sondern auch Para­meter wie die Größe des 2nd-Level-Cache (Second Level Cache) oder des 3rd-Level-Cache sowie die Hyperthreading-Fähigkeit. Hyperthreading sorgt dafür, dass beim Ablaufen eines Programms der Prozessor in zwei logische Prozessoren aufgeteilt wird, die parallel und unabhängig voneinander ar­beiten. Dies sorgt dafür, dass durch das Verringern der Leerlaufphasen Pro­zesse schneller abgearbeitet werden, was für einen gewissen Leistungsschub sorgt. Die ganze Technik funktioniert jedoch nur mit einem Betriebssystem, das diese Technik auch unterstützt. So können Windows XP [Home und Pro­fessional) und Linux (ab Kernel 2.4) Hyperthreading nutzen, ältere Betriebs­systeme übergehen es, und der Prozessor arbeitet mit der „alten" Technik. Versprechen Sie sich besser nicht zu viel davon, denn auch Hyperthreading reduziert nicht wesentlich die Wartezeiten beim Video-Rendering.

Im Rahmen dieses Buchs wurde ein Pentium 4 mit 3 GHz ausgewählt, ein typischer Prozessor für aktuelle Selbstbauprojekte, aber auch ein preislich attraktiver Leistungsträger für Aufrüstaktionen, die noch bestehende Kom­ponenten wie Grafikkarten o.Ä. weiterverwerten sollen.

Ob sich für die Aufrüstung ein schnellerer Prozessor lohnt, muss jeder selbst entscheiden: Die schnellsten Prozessoren sind überproportional teuer und werden durch die Nutzung älterer Komponenten deutlich einge­schränkt. Wer in die neueste Prozessor-Technologie investieren möchte, sollte auch gleich Mainboard, Grafikkarte, RAMs und Festplatten austau­schen. Das kommt einem Komplettselbstbau ziemlich nahe.

Grundsätzlich steigt mit der Geschwindigkeit des Prozessors auch der Strombedarf, was Auswirkungen auf das verwendete Netzteil hat und die Wärmeabgabe. Moderne Prozessoren wandeln Strom in hohem Maß in Wärme um, sodass die Kühlkörper und die Lüfter entsprechend dimensio­niert sein müssen. Das führt zu deutlich lauteren PCs.

 
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